Sep
25
2009
0

Die deutsch-französische Freundschaft währt schon länger. Genau genommen seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Sicher ist die fundamentale Annäherung der beiden Staaten über die Zeit hinweg eine große Aufgabe gewesen. Doch was haben wir davon? Ich meine was haben wir direkt und persönlich davon? Klar, die Sicherung des europäischen Friedens, Vereinfachung von wirtschaftlichen Transaktionen usw. Aber wo liegt hier wirklich der individuelle Vorteil für jeden einzelnen von uns.

Ich sehe zur Zeit zwei klare Früchte der Amitié: Den Schüleraustausch und den Schienenverkehr.

Welch reichhaltiges Wissen über Leute und Kultur des anderen Landes wurde uns durch solch einen Echange vermittelt. Die Außergewöhnlichkeit der Möglichkeit ohne Vorbehalte in den Nachbarstaat zu reisen um bei echten Franzosen zu habitieren, können wir gar nicht fassen. Zu jung sind die betroffenen Schüler, um den klassischen Schüleraustausch als Folge der deutsch-französischen Freundschaft zu interpretieren.

Viel eher greifbar, ja, die Fraundschaft zum Anfassen, stellt der französsche Zugverkehr in Deutschland und umgekehrt dar. Ich spreche vom französischen Hochgeschwindigkeitszug TGV, der bis München und Frankfurt verkehrt, sowie sein deutsches Pendant - der ICE - bis nach Paris vordringt.

TGV & ICE

TGV & ICE

Besetzt mit französschem und deutschem Personal ist dieses Dauerprojekt ganz klar ein realistisches und greifbares Abbild der Freundschaft zwischen den beiden Ländern. Weiter so!

Aug
25
2009
0

Weiter gehts

Das eine Thema beschäftigt uns nun schon seit geraumer Zeit. Im April schwappte die erste Panikwelle aus dem schönen Mittelamerika zu uns in die heile Welt herüber. Nun tüfteln Forscher in aller Welt an Gegenmitteln. Der erste Impfstoff ist jetzt da.

Was noch nicht da ist: Der dringende Grund sich impfen zu lassen. Schaut man sich die bisherigen vor allem in der westlichen Welt aufgetretenen Krankheitsverläufe an, erkennt man ohne geschultes Auge das milde Gesicht der Influenza H1N1. Weiter noch, in Deutschland gab es bisher keine Todesfälle.

Vielleicht sieht die Welt im Herbst anders aus, wenn eine vermeintlich zweite Grippewelle über die Menschheit her zieht. Vielleicht wird dann die Impfung notwendig. Aber zur Zeit besteht für gesunde Menschen dafür aus meiner Sicht kein Anlass.

Scheinbar leitet das Virus lediglich „Bild“-Mitarbeiter dazu an möglichst blutige und apokalyptische Szenarien auf die Titelseite ihrer Zeitung zu bringen, anstatt Schnupfen und Fieber bei Normalbürgern auszulösen.

Written by Matthias Stahl in: Allgemeines | Schlagworte:
Apr
27
2009
1

Eine neue Spanische Grippe?

Nein! Die zur Zeit sich verbreitende Schweinegrippe - so wird sie zumindest in den Medien genannt - wird wohl nicht das Ausmaß der spanischen Grippe Anfang des letzten Jahrhunderts erreichen. Dafür breitet sie sich noch viel zu langsam aus.

Was mich an der ganzen Sache stört ist die Berichterstattung der Medien - egal ob Fernsehen, Radio oder Internet -, oder wissen Sie wie wahrscheinlich es ist, dass die Erkrankung mit dem Tod endet? Überall ist die Rede von so und so vielen Toten und Erkrankten. Die beiden Gruppen werden in einem Atemzug genannt, so als werden alle, die das Virus bereits in sich tragen auch sterben.

Grippeviren

Sicher, der Ausbruch der Schweinegrippe ist für unsere Generation eine neue Dimension. Selbst die Vogelgrippe vor ein paar Jahren hatte lange nicht so viel Aufsehen erregt.

Doch wurde Ihnen durch die Medien wirklich klar gemacht, dass diese Krankheit behandelt werden kann? Es gibt zur Zeit zwei Medikamente auf dem Markt, die gegen die Schweinegrippe beim Menschen eingesetzt werden können und bereits eingesetzt wurden: Zanamivir und Oseltamivir.

Und, zum Schluss, lassen Sie sich nicht verrückt machen und bedenken Sie, dass die Sterblichkeitsrate von bereits erkrankten Personen nicht wie in den Medien suggeriert bei 100%, sondern lediglich bei 1% - 4% liegt.

Häufige Fragen zur Schweinegrippe (englisch, oben links auf der Seite).

Hinweis: Dieser Artikel stellt das Leid der Erkrankten nicht in Frage, ich habe vor Ihnen hohen Respekt. Dennoch möchte ich zeigen, dass die Medien Informationen vorenthalten und künstlich dramatisieren.

Written by Matthias Stahl in: Allgemeines | Schlagworte:
Mär
26
2009
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Genetische Postboten

Morgen geht es richtig los. Noch 4 Tage verbleiben bis zur nächsten Klausur, der Genetikklausur und morgen wird die heiße Phase eingeläutet. Während draußen der Winter meint er könnte uns mit Schnee den Frühling vermiesen, sitze ich ruhig in meinem Zimmer, ein kariertes Blatt Papier in der Hand, das vollgeschrieben ist mit Mechanismen.

Faszinierend wie das Leben doch aufgebaut ist. Für jede Eventualität gibt es einen Stoffwechsel- oder Signalkreislauf. Merkt beispielsweise eine Zelle, das etwas mit ihrer DNA nicht mehr in Ordnung ist, werden Konsequenzen gezogen. Schnell steigt der Spiegel eines regulierenden Proteins, das sich p53 nennt (siehe Bild). Es ist eine Art Postbote in der menschlichen Zelle, fähig um von A nach B zu eilen um Nachrichten zu überbringen.

p53

Empfänger der Nachricht ist ein weiteres Protein (p21). Ausgestattet mit der Information, dass das Erbgut der Zelle - die DNA - beschädigt wurde, eilt dieser zweite Postbote nun zu einem sehr großen Protein, dem Cyclin-CDK-Komplex. Bis zu dieser Millisekunde ging ebendieser Komplex davon aus, dass er den Anstoß zur Zellteilung geben soll. Dies kann er erreichen indem die Verdopplung des Erbguts initiiert wird, dafür ist er Spezialist. Doch es geschieht anders. Es wäre fatal, wenn sich die Zelle genau in diesem Augenblick teilen würde: Die beschädigte DNA würde verdoppelt werden und der Schaden würde sich in den Tochterzellen fortpflanzen. Undenkbar.

Doch der p21-Postbote ist schon zur Stelle , bremst den Cyclin-CDK-Komplex ab und teilt ihm gewissermaßen mit, dass ein Problem mit der DNA vorliegt und eine Zellteilung äußerst ungünstig wäre. Der Komplex macht sich unverrichteter Dinge auf den Rückweg.

Erst nach einer erfolgreichen DNA-Reparatur, sinkt der p51- und p21-Spiegel in der Zelle ab und der Cyclin-CDK-Komplex löst die nächste Stufe der Zellteilung aus.

Mär
04
2009
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Ohne Worte

Auf gehts in die Werkstatt.

Auto auf dem Abschlepper

Written by Matthias Stahl in: Geschichtchen | Schlagworte: , ,

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